Väterchen Frost oder Putins Katzenwäsche zum 2. Advent

Die nördliche Polarnacht rückt immer weiter nach Süden vor. LED-Leuchten werden im Minutentakt gewechselt; es wird trotzdem nicht heller. Plünderer ziehen durch die Depressionsgehäuse. Schweizer Katzenfleisch füllt die Gartöpfe in den Großküchen. In einem Turm über den Schneewolken hocken dicht aneinandergedrängt junge, dünne Männer; ihre Anzüge leuchten gelb und rot. Einer nach dem anderen stürzt sich in die Tiefe, manche beginnen in der Luft zu rudern, drohen vornüberzukippen, da helfen auch die Helme nicht, weil Genickhelme gibt es nicht, und an Genickbruch stirbst du, ob‘s dir passt oder nicht. Ein Polnischer Söldner zeigt mir, wie er mit nur einem Schlag ein Genick brechen kann. Er führt diesen Schlag derart schnell aus, dass der mit dem Genick es gar nicht mitbekommt,. Der Söldner aus Zakopane ernährt sich ausschließlich von Schweizer Hunden und Katzen, weil er meistens in der Schweiz arbeitet und da die Fabriken mit der Chemie bewacht, die aus der Schweiz raus in die Welt fließt. Wir trinken alkoholfreies Bier und warten aufs zweite Licht, aber nach wie vor leuchten nur die Flüsse. Als Wladimir in einem Katzenkostüm auftaucht, löst sich mein Söldnerfreund in Luft auf, und ich kann zusehen, wie ich mit der Schweinerei allein zurechtkomme.