Jesu Geburt im Teutoburger Wald

Heilig Abend in einer Kirche in Lemgo. Die Gemeinde singt mehrstimmig. Josef heiratet eine schwangere Frau. Das Kind ist nicht von ihm. Die Zukunft der Familie beginnt im Jahre Null. Der Hilfsprediger erzählt, sein Sohn wohne 2500 Kilometer entfernt, er dürfe ihn nur jedes zweites Wochenende sehen. Er ist zornig. Auch er habe Rechte als Vater, unterstützt ihn der Diakon. Die Gemeinde besingt das Opfer. Am nächsten Abend muss sich Ralph de Bricassart entscheiden, wen er mehr liebt – die kleine Maggie, die auf einmal alles andere als klein ist, oder Gott, die Kirche, eine Kardinalsrobe. // Natürlich entscheidet er sich für die Macht in Gottes Namen, auch wenn er Maggie trotzdem einen Sohn vögelt, von dem er aber – das ist sein gutes Recht – nichts weiß, zumindest so lange nicht, bis er in einem Rosengarten stirbt. Da ist dieser Sohn, Zeugnis gebrochener Gelübde, längst selbst verstorben, im Dienst der guten Sache, ein Priester wie der unentdeckte Vater, ertrunken beim Rettungsdienst. Danach gibt es Rehrücken, Rotkraut, Rosenkohl, Möhren-Kartoffel-Püree, Sauce und drei Sorten Whisky. Im Teutoburger Wald kehren sie jetzt Schnee, und der Himmel darüber bereitet sich traurig auf die nächste Generation Raketen vor.